Am Sonntag (1.11.2026) ging unsere Live-Tournee mit insgesamt sieben Auftritten zu Ende. Und die Vorstellung in Leipzig mit mehr als 500 Besuchern bildete ein mehr als würdiges Ende für unser bisher größtes und aufwändigstes Bühnenprogramm.
Die Hardfacts: Sieben Auftritte in 12 Tagen, 3.000 Zuschauer, an jedem Abend ein gut zwei Stunden langes Programm - übrigens mit einem der technisch komplexesten Fälle, die wir in den vergangenen fünf Jahren behandelt haben.
Wir haben uns mit dem Flugunfall von Qantas 72 aus dem Oktober 2008 befasst. Die Automation eines Airbus A330 spielt über dem Indischen Ozean verrückt und lässt den Jet zwei kurze, aber heftige Pitchdowns vollziehen. Die Nase des Flugzeugs kippt dabei ruckartig nach unten, in der Kabine schlagen die Menschen, die nicht angeschnallt sind, bis an die Decke. Es gibt mehr als 100 Verletzte, einige davon schwer. Nur eine außerordentliche Pilotenleistung von Kevin Sullivan, Peter Lipsett und Ross Hales verhindert einen Absturz. Die Folgen dieses Fluges sind trotzdem bis heute für viele der Insassen spürbar. QF 72 hat Leben verändert - zum Beispiel das von Passagierin Andria Hutchins und ihrem Mann.
Neben Andreas Spaeth und Benjamin Denes war diesmal bei jedem Auftritt die Stimme unserer Protokolle live dabei und am donnernden Applaus an jedem Abend haben wir einmal mehr gespürt, wie wichtig Anne-Katrin Mellmann für Flugforensik ist. Ebenso wichtig ist für uns die Expertise von Profis aus dem Cockpit. Langstreckenpilotin Raja Katz hat die komplexe Materie allgemeinverständlich und eloquent erklärt. Ihr Plädoyer am Ende jedes Abends, den Menschen im Cockpit, dem Training und der Professionalität zu Vertrauen zu schenken war für die Zuschauer wie für uns jedes Mal ein Gänsehautmoment.
Wir danken allen, die auf der Tour dabei waren und mitgeholfen haben, dass alle Auftritte ausverkauft waren. In wirtschaftlich schweren Zeichen ist das keineswegs selbstverständlich.