EP 11
A380 IN NOT
Ein Triebwerk zerlegt sich über Singapur und durchschlägt Tragfläche und Systeme. Die Crew kämpft um den größten Passagierjet der Welt.
Dieser Flug hätte als zweitschwerstes Flugzeugunglück der Luftfahrtgeschichte mit nur einer Maschine enden können: Kurz nach dem Start in Singapur kommt es bei einem Airbus A380 der Qantas zu einer Triebwerksexplosion. Teile einer Turbinenscheibe durchschlagen Tragfläche und Rumpf, hunderte Leitungen werden durchtrennt, wichtige Hydrauliksysteme werden funktionsunfähig. Für die 469 Insassen des Megaliners beginnen bange Stunden. Im Cockpit geben gleich fünf Piloten ihr Bestes, die Maschine zu retten. Der Kopf dieser historischen Rettungsmission ist Kapitän Richard de Crespigny. Ein Vollblutpilot, ein mutiger Mann, ein besonnener Crew-Manager. In dieser Episode des Flugforensik-Podcasts erzählt de Crespigny, wie er und seine Kollegen die A380 und ihre Passagiere gerettet haben. Eine ganz besondere Folge, denn diesmal geht es um eine Heldentat und ihre Geschichte. Benjamin Denes und Andreas Spaeth sprechen nicht nur mit dem Kapitän des Fluges QF32 sondern auch mit Passagierin Johanna Friis. Die Schwedin war auf dem Weg zum Work & Travel-Jahr in Schweden. Dieser Flug sollte ihr Leben verändern. Warum, das berichtet Johanna am Ende der Episode. Für die aktuelle Folge haben die Flugforensiker auch mit dem A380-Kapitän Claus Cordes gesprochen und mit dem Ingenieur und Triebwerks-Experten Prof. Dr. Jens Friedrichs von der Technischen Universität Braunschweig. Am 4. November 2010 startet ein Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas, ursprünglich aus London kommend, vom Flughafen Singapur in Richtung Sydney. Der Flug verläuft zunächst planmäßig, doch etwa fünf Minuten nach dem Start explodiert plötzlich der Triebwerk Nummer 2 unter der linken Tragfläche. Die Triebwerksteile durchschlugen die Tragfläche und beschädigten zahlreiche Systeme, darunter die Hydraulik, die Elektrik und das Fahrwerk.