EP 23
FATALER NEBEL
Beim Nebelstart in Zürich laufen die Bremsen heiß — im Steigflug bricht Feuer aus. Der Absturz trifft das Dorf Humlikon ins Mark.
Im September 1963 kommt es zu einem der ersten Jet-Abstürze in Europa. Im kleinen Ort Dürrenäsch im schweizerischen Kanton Aargau verunglückt eine Caravelle der Swissair. Der Airliner war unterwegs von Zürich nach Genf, von aus er nach Rom weiterfliegen sollte. An Bord waren unter anderem 43 von 130 Einwohnern des kleinen Dorfes Humlikon bei Zürich. Beim Start am frühen Morgen in Zürich herrschte am dortigen Flughafen Kloten einmal dichter Nebel. Die Piloten wandten ein sehr ungewöhnliches, bei der Swissair damals aber übliches Verfahren an, um für freie Sicht auf der Startbahn zu sorgen. Wenige Minuten nach dem Start wurde die Caravelle manövierunfähig. Vom Boden aus war sogar eine Flamme zu sehen. Schließlich stürzte das Flugzeug in Dürrenäsch ab, alle 80 Insassen starben dabei. Die Flugforensiker sprechen in dieser Folge mit dem ehemaligen Swissair-Piloten Max Annen und mit Bruno Häfliger, der damals Wartungstechniker für die Caravelle in Kloten war. Außerdem stellen sie Auszüge des bewegenden Buches "S.O.S. in Dürrenäsch" der Schweizer Autorin Lotty Wohlwend vor. Bewegte Bilder von der Absturzstelle gibt es in einigen Berichten zum Beispiel auf YouTube. Mit dieser Folge geht Flugforensik in die Sommerpause. Die nächste Folge erscheint am 30. August.
Danke an unsere Sprecherinnen Anne-Katrin Mellmann und Neela Richter.