EP 34
MESSEJET IM BLINDFLUG
Im Nebelanflug auf die Messestadt Leipzig sinkt eine Tu-134 unter den Gleitpfad — kurz vor der Bahn. Die DDR hält die Details unter Verschluss.
Am 1. September 2025 hat sich eine vergessene Katastrophe zum 50. Mal gejährt. Im Jahr 1975 stürzte eine TU 134 der Interflug aus Stuttgart kommend kurz vor der Landebahn des Flughafens Leipzig-Schkeuditz ab. 27 Insassen sind bei dem Flugunfall gestorben, sieben Menschen haben überlebt - darunter die dreiköpfige Cockpitbesatzung. In unserer ersten Folge nach der Sommerpause rekonstruieren wir mit Zeitzeugen die Katastrophe von Schkeuditz. Der Ex-Interflugpilot Ulrich Unger erklärt, was beim radargesteuerten Anflug schief gelaufen ist. Passagier Heinz Bornkamp, einer der wenigen Überlebenden, schildert eindrücklich die schockierenden Minuten vor und nach dem Absturz. Feuerwehrmann Wolfgang Wenzel erklärt, wie der heutige Flughafen Leipzig/Halle damals organisiert war. Unser Pilotenexperte Ulrich Unger ist Co-Autor eines Sachbuchs zur Geschichte der Messeflüge nach Leipzig. Das neueste Werk von Ulrich Unger zur Geschichte der Interflug findet ihr in den Shownotes.
Wir danken dem Bundesarchiv (Standort Berlin-Lichterfelde) für die Möglichkeit der Akteneinsicht.