EP 16
TOD IN KARIBISCHER NACHT
Ein blockiertes Pitotrohr liefert falsche Geschwindigkeiten. Die Crew der 757 verliert in der Karibiknacht die Orientierung.
Dieses Mal geht es um den Absturz mit den meisten deutschen Todesopfern in der zivilen Luftfahrtgeschichte. Insgesamt 189 Menschen sterben am 6. Februar 1996 beim Absturz einer Boeing 757 kurz nach dem Start in Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Die Umstände dieses Absturzes sind nur schwer zu ertragen: Das sind einerseits eklatante Wartungsmängel bei einer Billigairline, die den Traum von erschwinglichen Karibikreisen wahr gemacht hat. Andererseits passieren den erfahrenen Piloten in jener Nacht im Februar 1996 unfassbare Fehler. Der Ferienflieger, der mit einem Tankstopp in Gander nach Frankfurt und Berlin fliegen sollte, stürzt nach einem Strömungsabriss in den Atlantik. Keiner der Insassen überlebt. Das ist die 16. Episode von Flugforensik: Als Interviewpartner konnten Benjamin Denes und Andreas Spaeth die Piloten Andreas Lampl und Oliver Will gewinnen. Und weil ein Wartungsproblem eine große Rolle spielt bei diesem Absturz, erklärt Fluggeräte-Mechaniker Lars Hillebrecht wie es eigentlich hätte laufen sollen. Außerdem erzählt die Katastrophen-Helferin Sybille Jatzko, wie sie und ihr Kollegen die trauernden Angehörigen Monate und Jahre nach der Katastrophe begleitet haben.
Das sind die Sprecherinnen und Sprecher, die bei dieser Folge mitgewirkt haben: Anne-Katrin Mellmann (Protokolle), Neela Richter (Lesungen und Step by Step-Analyse), Bastian Börner (Opener), Benedikt Päffgen und Michael Neugebauer (CVR-Reenactment). Das Coverfoto hat Lutz Schönfeld (http://www.planeboys.de) am Flughafen Berlin-Schönefeld aufgenommen. Bitte unterstützt die Stiftung Katastrophen-Nachsorge (u.a. von Sybille Jatzko)