EP 13
UND DANN KAM DER WALD
Ein Vorführflug bei einer Flugschau: Der brandneue A320 streift im Tiefflug die Baumwipfel — vor laufenden Kameras.
In der neuen Folge geht es um den Air France-Crash 1988 in Habsheim - unweit der deutsch-französischen Grenze. Vor 35 Jahren landete eine Flugvorführung mit dem damals brandneuen Airbus A320 im Wald. Viele kennen das beinahe surreal wirkende Video dieses Unfalls: Die Maschine fliegt mit leicht nach oben geneigter Nase in extrem niedriger Höhe über die Landebahn. Dann verschwindet sie in einem Wald und nach wenigen Sekunden gibt es eine Explosion und eine große schwarze Rauchwolke ist zu sehen. Was nur wenige Menschen wissen: Beim Showflug waren 130 Passagiere mit an Bord. Wer das Video kennt, kann kaum glauben, dass "nur" drei von insgesamt 136 Insassen beim Airbus-Crash von Habsheim gestorben sind. Benjamin Denes und Andreas Spaeth haben für diese Episode mit Barbara Kracht gesprochen, der damaligen Medien- und PR-Managerin von Airbus. Die erfahrenen A320-Piloten Oliver Will und Jean-Pierre Chatelain erklären die Flugmanöver und die Besonderheiten der Maschine. Dazu gibt es Statements von Passagier Jean-Marie Schreiber, der den Absturz überlebt hat und gleich nach Crash Fotos an der Absturzstelle gemacht hat. Die Flugforensiker versuchen zu klären, welche Rolle die Cockpitcrew um den Kapitän Michel Asseline (Spitzname "Rambo") gespielt hat. Klar ist: Das Unglück hatte auch etwas mit der damals völlig neuartigen Computersteuerung und dem sogenannten Fly By Wire-System der A320 zu tun. Die Schuld für den Crash von Habsheim liegt wohl trotzdem nicht bei Airbus.
(c) Das Coverfoto zu dieser Episode hat Fluggast Jean-Marie Schreiber aufgenommen. Die Sprecher/innen dieses Podcasts sind Anne-Katrin Mellmann (Steckbriefe), Neela Richter (Lesungen) und Bastian Börner (Opener).